human hands / mars to stay split 7″ testpressing

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Description

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10-pages folder cover artwork, handstamped labels, you get the idea.

Zu einer der wohl traurigsten und gleichzeitig intensivsten Emo-Platten aus 2014 gehörte mit Sicherheit das selbstbetitelte Album der Band Human Hands aus Birmingham. Wie so viele Bands aus der DIY-Szene steht das Trio offensichtlich auf Split-Veröffentlichungen, denn diese Split 7inch hier ist mittlerweile das achte geteilte Release, wenn ich mich nicht verzählt habe. 7inches wie die hier vorgestellte berühren mich nach wie vor ungemein: das wie eine Fotomontage wirkende Front-und Back-Cover ist auch gleichzeitig der Umschlag für ein insgesamt zehn Seiten starkes, fotokopiertes und selbst zugeschnittenes Booklet. Die Vorlage zur Fotokopie wurde analog mit Schere und Klebstift gestaltet. Es braucht nicht mehr, als eine Schreibmaschine und ein paar Schnipsel mit herausgerissenen Fotomotiven. Und ab mit der Druckvorlage in den Copyshop. Schade ist nur, dass die Texte nicht vollständig abgedruckt sind. Aber die Musik macht das locker wieder wett. Die A-Seite gehört mit dem Song rot und einer Spielzeit von über fünfeinhalb Minuten den sagenhaften Human Hands. Der Song lotet in gewohnter Manier Grenzen aus, die Töne scheinen dahinzufließen, bis alles in sich zusammenzubrechen droht. Die warmen Klänge am Anfang des Stücks kommen durch das jäh einsetzende, fast schon übersteuert aufgenommene Crashbecken zum Einsturz, danach folgen diese hypnotisch wirkenden Bass-und Gitarrentöne, die in einen fantastischen Klimper-Gitarrenpart übergehen und mit diesem typisch schmerzverzertten Gesang unterlegt sind. Bei diesem Song singt übrigens nicht Charles Hewitt, sondern Clyde. Was danach folgt, könnte man fast schon als psychotischen Schub bezeichnen: noise, analoge Störgeräusche (Gitarre einstöpseln, Saiten anschlagen und ewig ausklingen lassen, Rückkopplungen usw.) und massig Dissonanz. Mit unter emotionalem Schmerz gebrüllten Zeilen wie “sitting here, waiting to rot” ist eigentlich alles gesagt. Emocore as fuck! Die B-Seite hatte ich nach dem Durchlauf der Human Hands-Seite schon fast abgeschrieben, denn das Duo Mars To Stay aus Cardiff kannte ich bis dato noch nicht. Und siehe da, nachdem die ersten Töne des knapp viereinhalbminütigen Stücks laufen und der träumerische Gesang einsetzt, juckt es mir schon in den Fingern, die Band zu googeln. Dummerweise stößt man beim googeln des Namens häufig auf Seiten, die sich mit der Besiedlung des Planeten Mars beschäftigen, in jüngster Zeit gab es wohl auch ‘nen Typen, der ohne Rückfahrtticket auf den Mars reisen wollte, dessen Reise dorthin aber abgelehnt wurde, da es einem Selbstmordkommando gleichgekommen wäre. Egal, Mars To Stay haben schon ein paar Veröffentlichungen im Ärmel, die ich mittlerweile auch mal angetestet habe. Ich sag mal: alle die auf Slowcore und 90er-Emo-Vibe a la Sunny Day Real Estate stehen, sollten da mal reinhören. Mir persönlich sagen die bisherigen Songs der Band nicht so zu, da auf diesen Releases der Gesang offensichtlich eher im Hintergrund stehen sollte. Beim hier vertetenen Stück in memoriam finde ich neben den Shoegazer-Gitarren aber gerade den in der Luft schwebenden Gesang äußerst reizend. (9/10)
(borderline fuckup)

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Weight .075 kg

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